Wir wollen Franz – Aufstand der SPD-Basis

Den folgenden Artikel von Jens Matheuszik möchte ich hier als ganzen reinstellen:

Bekanntlich konnte sich Andrea „Königsmörderin“ Nahles im SPD-Parteivorstand durchsetzen – infolgedessen hat der SPD-Parteivorsitzende Franz Müntefering seinen Rücktritt als Parteivorsitzender erklärt bzw. genauer gesagt mitgeteilt, dass er in zwei Wochen – beim SPD-Bundesparteitag in Karlsruhe – nicht erneut kandidieren wird.

Doch die Basis der SPD gärt!

Zahlreiche Sozialdemokraten zeigten sich entsetzt über das Abstimmungsverhalten des SPD-Parteivorstandes, erste Austritte sind sogar schon zu verzeichnen.

Selbst Befürworter und Unterstützer von Andrea Nahles zeigten sich betroffen über die Konsequenz dieser Entscheidung. Doch war diese Konsequenz vorhersehbar – schließlich will auch ein Franz Müntefering in seiner Funktion als Parteivorsitzender jemanden als rechte Hand haben, dem er vertraut, eine Person, die seiner Meinung nach das Wohl der Partei mehrt.

Da Müntefering sich explizit gegen Nahles in dieser Funktion ausgesprochen hat, hätte eigentlich jedem Mitglied des SPD-Vorstandes klar sein müssen, welche Konsequenz die Wahl von Nahles bedeutet.

Doch die Basis ist anscheinend mehrheitlich schlauer – und hat innerhalb kürzester Zeit die Website

http://www.Wir-Wollen-Franz.de

gestartet, auf der sich Unterstützer von Franz Müntefering eintragen können.

Dies ist kein reines parteiinternes Problem:

So die große Koalition jetzt nicht zustande kommt (es deuten sich ja z.B. aus Bayern schon Absetzungsbewegungen an), dann hat Deutschland wieder Zeit verloren, Zeit, die für notwendige Reformen vertan sind.

Es gilt auch hier das Motto: Erst das Land, dann die Partei!

Darum: Franz muss bleiben!

2 thoughts on “Wir wollen Franz – Aufstand der SPD-Basis

  1. ClausM
    01.11.2005 at 12:08

    Als Koalition mit einer denkbar knappen Mehrheit regierte, war der bisherige Stil von Herrn M?ntefering mitunter angebracht.

    Aber der Basta-Stil den Herr Schr?der gepr?gte ist unserer demokratischen Kultur nicht w?rdig. Statt zu jammern, freut euch ?ber ein St?ck gelebte Demokratie.

    Vielleicht werdet ihr noch einmal zu Sozialdemokraten. In den letzten 7 Jahren war diese Bezeichnung nur Anma?ung.