Weiteres Prozedere auf dem Weg zur Sonderparkzone

Die Großveranstaltungen im Berliner Olympiastadion sind nicht für alle schön – vor allem für die direkten Anwohner bringen sie immer nervige Umstände mit. Die schlechten Chancen eine Parkmöglichkeit zu finden sind da noch die geringsten Probleme. Neben abgebrochenen Spiegeln, Kratzern im Auto, Verkehrschaos wird von den Fans auch gerne mal in die Gärten und Gebüsche uriniert. Aber gerade die angesprochene Verkehrssituation macht den Anwohner zu schaffen – und das wäre noch nicht einmal nötig. Verfügt doch das Olympiastadion über eine super ÖPNV-Anbindung mit der U2, der S-Bahn und den Buslinien. Zudem ist in jeder Eintrittkarte die BVG-Fahrt kostenlos dabei. Warum kommen dann also so viele Menschen mit dem Auto zum Stadion?

Aus verkehrs- und umweltpolitischen Interessen muss diese Möglichkeit endlich begrenzt werden. Die wahrscheinlich beste Möglichkeit wurde vor kurzem von der SPD Neu-Westend vorgeschlagen und in die Bezirksverordnetenversammlung von Charlottenburg-Wilmersdorf eingebracht: Eine Sonderparkzone rund um das Olympiastadion. An Veranstaltungstagen dürften dann nur noch Anwohner in einem bestimmten Bereich parken, die vorher eine Vignette gekauft haben. Der Kostenpunkt sollte unserer Meinung nach bei ca. 15 Euro liegen und alleine dazu dienen die Kosten für die Beschilderung und Kontrolle zu refinanzieren.

Der Verkehrsausschuss der BVV hat am 25.1.2007 gegen die Stimmen der CDU den Antrag der SPD-Fraktion zur Prüfung angenommen. Am kommenden Donnerstag wird er von der BVV behandelt und würde bei einer Annahme dann an das Bezirksamt weitergeleitet werden. Dieses müsste dann bis Ende Mai 2007 die Machbarkeit und Finanzierbarkeit überprüfen. Anschließend muss es Bericht erstatten.

Informationen zur Sonderparkzone finde Sie hier:

Sonderparkzone um das Olympiastadion an Veranstaltungstagen
Verkehrsausschuss für Sonderparkzone rund ums Olympiastadion