Tauchtour zum Stechlinsee

Mit Michael und Manuel, zwei Tauchkameraden von den Wasserfreunden Spandau, war ich am gestrigen Samstag zum Tauchen am/im Stechlinsee bei Neuglobsow in Brandenburg. Das Wetter zeigte sich an diesem Tag (zur Abwechslung) mal wieder von seiner schönen Seite und die knapp 86 Kilometer von Berlin zur Tauchbasis waren in nicht ganz eineinhalb Stunden zum großen Teil sehr angenehm bewältigt. Genervt haben nur die starken Geschwindigkeitsbegrenzungen auf dem Berliner Ring, die ständigen Durchfahrten von Ortschaften und die schlecht ausgebauten Brandenburger Landstraßen.

Bei der Tauchbasis angekommen, mussten wir uns erstmal anmelden. Das klappte soweit auch recht reibungslos, nur der der Herr von der Basis wollte uns irgendwie nicht das Tauchpaket (2 Tauchgänge + 2 Flaschenfüllungen) für 15 Euro verkaufen, stattdessen mussten wir den normalen Tauchtag (2 Tauchgänge) für 9 Euro nehmen. Nun ja…
Mit den Autos konnten wir dann anschließend auf das Gelände (nach dem Look-and-Feel befanden wir uns nun auf einem ehemaligen NVA-Gelände) fahren und uns auf dem Rasen einen Parkplatz suchen. Nachdem wir die Autos abgestellt hatten, begannen wir gemächlich unsere Tauchklamotten aus den Wagen zu packen und unsere Ausrüstung zusammenzubauen. Nachdem wir noch die Einstiegsstelle in den See (ca. 100 Meter von der Basis entfernt und nur über einen kleinen Waldweg zu erreichen) begutachtet hatten, rödelten wir uns an und stiegen dann um Viertel vor eins in den ca. 19 °C „warmen“ Stechlinsee. Bei diesem Tauchgang betauchten wir die überwiegend die rechte Seite des Tauchgebietes, welches durch die strengen Naturschutzrichtlinien zwar recht eingeschränkt, aber dennoch groß genug ist. Zu sehen bekamen wir einige Barsche und Schleie, sowie einige Hechte. Die Sicht war mit5-10 Metern gut, jedoch kann die Sicht in diesem See sogar bis zu 15 Metern weit sein! Einen Teil unserer Tauchzeit verbrachten wir auf 10 Metern Tiefe, wo es mit ca. 12 °C doch schon sehr „frisch“ wurde, und wir dann doch froh waren, wieder über die Sprungschicht in ungefähr 8 Metern zu kommen. Nach 73 Minuten beendeten wir unseren ersten Tauchgang für den heutigen Tag und kehrten zur Tauchbasis zurück.

Dort wollten wir dann unsere Flaschen füllen lassen (immerhin hatten wir mehr als 2/3 unseres Luftvorrats verbraucht und wollte ja noch einen Tauchgang machen). Bei der Füllstation wollten wir nochmal auf das 15-Euro-Tauchpaket zu sprechen kommen, doch der etwas unfreundliche Herr vom Vormittag sagte uns, dass wir das bei der Anmeldung hätten sagen sollen und er unsere 9 Euro jetzt nicht mehr ausbuchen könne, weil wir ja sehen würden, was hier alles zu tun sein. An was er sich fast überarbeitet hätte, konnten wir drei allerdings nicht feststellen. Vielleicht wollte er ja selber tauchen gehen und das schöne Wetter und die paar gut gelaunten Taucher machten ihm einen Strich durch die Rechnung…?
Wie auch immer. Wir haben uns nicht weiter auf Diskussionen eingelassen, sondern entschieden, nur einmal die Flaschen zu füllen (und dafür halt das Geld zu bezahlen) und am heutigen Sonntag dann nicht tauchen zu gehen. Hätte er uns das Tauchpaket verkauft, hätte er etwas Geld mit uns gemacht… Aber wer nicht will, der hat halt schon…

Wir ließen uns den Tag jedenfalls nicht vermiesen und genossen fast 3 Stunden die warme Sonne, ehe wir uns zu unserem zweiten Tauchgang aufmachten. Um 16:45 Uhr stiegen wir zum zweiten Mal in den See und erkundeten nun eher den linken Teil des Tauchgebiets. Die Fische schienen jetzt auch endlich munterer geworden zu sein, so dass wir durch zahlreiche Fischschwärme durchtauchten und Bekanntschaft mit einigen (z.T. recht großen) Hechten machten. Unterwegs warfen wir endgültig den Plan über Bord am Sonntag tauchen zu gehen und machten diesen TG zu unserem längsten.
Nach 91 Minuten – inzwischen wurde es doch ein wenig kühl – tauchten wir auf und waren uns einig, dass sich dieser Ausflug – trotz des unterkühlten Basispersonals –  absolut gelohnt hatte.

Wir blieben noch eine Weile auf dem Gelände der Basis sitzen und unterhielten uns, bis wir dann irgendwann nach 20 Uhr aufbrachen.