So orange ist nur Berlin

[flashvideo filename=“bilder/arbeit.flv“ /] „So orange ist nur Berlin“ ist einer der Claims meines Arbeitgebers, den Berliner Stadtreinigungsbetrieben (kurz: BSR). Orange ist Berlin aber im Moment nicht nur in Hinsicht auf die Farbe der Firma. Denn der Herbst hat seine Arbeit getan und überall liegen (ober besser: lagen) die orange/rot/braunen Blätter auf der Straße und den Bürgersteigen. Seit Wochen sind die Männer und Frauen von der Reinigung unterwegs um Laub zusammenzufegen und abzutransportieren. Wahnsinnige 100.000 m³ Laub kommt dabei jedes Jahr zusammen. Viel Arbeit in kurzer Zeit.
Aus diesem Grund haben die Mitarbeiter in den anderen Bereichen der BSR, also bei der Müllabfuhr und in der Hauptverwaltung, die Möglichkeit an zwei Tagen im Jahr mit anzupacken und auf der Straße orange zu zeigen.

Genau das habe ich am gestrigen Samstag ausgenutzt und mich (zusammen mit meinen InfK-Azubi-Kollegen) zu 5.30 Uhr zum Reinigungshof in der Charlottenburger Ilsenburger Straße gemacht. Dort wurden dann die Teams und die Bereiche eingeteilt – und um 6 Uhr ging es los. Zu viert saßen wir auf einem Auto (und, das kann ich vorweg nehmen, hatten eine Menge Spaß). Vom Hof ging es zum Einsatzgebiet, wo wir bis 14 Uhr (mit einer halbstündigen Mittagspause zwischendurch) Straßen, Bürgersteige und die Parkhäfen vom Laub und von Müll befreiten. Auf dem Video bin ich zu sehen, als ich gerade Laub ins Auto schaufeln. Neben dem Schaufeln und Fegen durfte ich auch den kleinen Laubbläser „Betty“ bedienen und den Grünstreifen schön freipusten.

Auch wenn es eine Menge Spaß gemacht hat, ich muss ehrlich sagen, dass ich froh bin, dass nicht jeden Tag (zum Teil 7 Tage die Woche) machen zu müssen. Ich habe ehrlich Respekt vor den Leuten der Reinigung. Was wären wir nur ohne sie?