Schmitt und Pflüger am Ende

Mit Spannung wurde gestern der Parteitag der Berliner CDU zur Wahl der Berliner CDU-Landeslisten für die Bundestagswahl und die Europawahl 2009 erwartet.

Vorangegangen war ja die Wahl von Henkel zum neuen Landesvorsitzenden am Anfang der Woche, auf der auch Merkels Abgesandter der CDU-Generalsekretär Pofalla zu den Delegierten gesprochen hat. Merkels Gehilfe hat sich dabei deutlich für eine „Versöhnung“ der Berliner CDU mit ihrem Ex-Landesvorsitzenden Ingo Schmitt und ihrem Ex-Fraktionsvorsitzenden Friedbert Pflüger ausgesprochen.

Im Klartext hieß diese Versöhnungsgeste nach Willen von Merkel und Pofalla: Versorgungsposten für beiden. Schmitt, der Direktkandidat der CDU im Kreis Charlottenburg-Wilmersdorf ist, sollte auf den sicheren Platz 3 der Bundestagslandesliste gewählt werden. Da seine direkte Wahl hier im Wahlkreis äußerst fraglich ist wäre dies seine einzige Möglichkeit um wieder in den Bundestag zu kommen. Auch Pflüger sollte mit dem Listenplatz 1 der Europaliste eine gute Ausgangslage bekommen um aus dem ungeliebten Berlin entschwinden zu können und nicht im politischen Nichts als Hinterbänkler im Berliner Abgeordnetenhaus verschwinden zu müssen.

Aus beidem wurde nichts. Die Delegierten wählten die jeweiligen Kontrahenten der beiden ehemaligen Spitzenpolitker und strafte sowohl Schmitt als auch Pflüger für die schlechte Arbeit in den vergangenen Monaten und Jahren deutlich ab. Beide sind damit an ihrem politischem Ende angekommen.

Wir hier im Wahlkreis 81, dem von Ingo Schmitt und von seiner designierten Kontrahentin, der Bundestagsabgeordneten Petra Merkel, werde wir alles daran setzen, dass Schmitt nicht gewählt wird.