Peinliche Wahl für Rüttgers

Der Ministerpräsident von NRW und dortige CDU-Landesvorsitzende Jürgen Rüttgers musste am vergangenen Samstag eine heftige Schlappe hinnehmen. Auf dem dem Landesparteitag der NRW-CDU wurden die Funktionen neu gewählt. Darunter war auch der Posten des Landesvorsitzenden, um den sich „Rolle“ Rüttgers wieder bewarb. Nach der Wahl wurde folgendes Ergebnis bekannt gegeben: 555 abgegebene Stimmen, 483 Ja-Stimmen, 65 Nein-Stimmen, 7 Enthaltungen. Bedeutet: ca. 87%.
Alleine das ist für einen Landesvorsitzenden schon kein rühmliches Ergebnis. Richtig peinlich wird es aber, wenn man weiß wieviele stimmberechtigte Mitglieder es gab: 672! Das heißt also, dass 117 (!) Delegierte bei der Wahl zum Landesvorsitzenden nicht mitgestimmt haben (das muss man sich mal überlegen, normalerweise ist das die Wahl mit der größten Teilnahme..). Und anwesend waren auf jeden Fall mehr als diese 555. Denn bei der anschließenden Wahl des Generalsekretärs stimmten immerhin 627 Delegierte mit.

Diese Wahl ist für Rüttgers mehr als peinlich und zeigt, dass selbst das eigene Lager unzufrieden mit ihm ist.