Neujahrstauchen 2009

Das Wetter meinte es gut mit uns – nach Jahren der Enthaltsamkeit konnte die Tauchabteilung ihr Neujahrstauchen standesgemäß „unter Eis“ begehen.

Am Sonntag den 4. Januar 2009 versammelten sich zwischen 20 und 30 Taucher und Nichttaucher am Nymphensee in Brieselang. Allerdings wollte nur eine gute handvoll auch wirklich den Sprung ins Wasser wagen.

Als erstes musste aber erst einmal das Loch gehackt und der Bereich rings herum frei gemacht werden. Mit nahezu perfekt angeordneten Strahlen wurde den Tauchern zudem die Richtung zum Loch hin gewiesen. Nachdem die Arbeit getan war rödelten sich die Tauchteams an und trafen sich am Rande des Sees.

Nach einem ausführlichen Briefing und der Absprache der Leinensignale ging es dann endlich los. Den ersten Tauchgang des Tages durfte unser Geburtstags“kind“ Wolfgang zusammen mit Samir machen. Carsten und ich, die als nächstes dran waren, waren ihre Sicherungstaucher.

Während einige schon Eistauchgänge hinter sich hatten, war es für mich das erste Mal. Ich war gespannt, wie würde es wohl sein? Nach einer gefühlten Ewigkeit tauchten die beiden dann endlich wieder auf. Wir waren dran. Vorsichtig ging es auf das Eis – jetzt nur nicht vor den anderen hinfallen… Wir schafften es aber unfallfrei aufs Eis und auch ins Wasser. In Ruhe noch fertig gemacht, sich mit der „Nabelschnur“ nach oben verbunden und es konnte losgehen. Nach den ersten Metern, auf denen man eigentlich nur kriechen konnte, so flach war es, wurde es tiefer und wir blickten nach oben. Herrlich. Die Luftbläschen sammelten sich unter dem Eis und die großen Blasen sahen aus wie flüssiges Quecksilber.

Das Schauspiel war eindrucksvoll und belohnte uns für den ganzen Aufwand und das Tauchen im drei Grad kalten Wasser. Nach 20 Minuten war der Tauchgang vorbei und wir tauchten geschafft aber glücklich wieder auf. Jetzt musste man nur noch rauskommen. Gar nicht so einfach bei dem glatten Eis. Ingos Tipp „Wie die Robben“ war dann schlussendlich ganz annehmbar – auch wenn es sicherlich total bescheuert aussah…

Nach einer weiteren Runde als Sicherungstaucher kam ich unverhofft noch zu einem zweiten Tauchgang, den ich dieses Mal sogar führen durfte. Auch hier verlief wieder alles wunderbar, nur die plötzlich aufkommende Strömung „Ingo“ zog uns am Ende etwas schneller wieder zurück als wir es ursprünglich vorgehabt hatten.

Alles in allem muss ich sagen, dass es sehr eindrucksvolle Erfahrungen dort unter dem Eis gewesen sind und solch ein Eistauchgang echt was für das Auge ist – auch wenn man mal keine Fische zu sehen bekommt.

Besonders hervorheben möchte ich noch unseren Abteilungleiter Ingo. Er hat die ganze Zeit tapfer am Einstiegsloch ausgeharrt und gewissenhaft die Leine geführt. Und selbst als es um das Loch herum tierisch nass wurde wich er nicht einen Zentimeter – schließlich war er ja mit seinen „wasserdichten“ Wildlederschuhen auch „passend“ ausgerüstet.

(Ich frage mich zwar, wie er so die geplanten 50 Pflicht-Tauchgänge pro Vorstandsmitglied erreichen will, aber das soll ja nicht mein Problem sein… 😉 )

Durch die beiden Tauchgänge und die beiden Male als Sicherungstaucher habe ich vom Drumherum leider gar nicht so viel mitbekommen. Ich kann nur sagen, dass irgendwann Leute mit lecker Gegrilltem und Glühwein an mir vorbeigegangen sind und entweder fragten ob mir kalt sei oder ob ich schwitzen würde…

Also das mit der Bewirtung der Taucher müssen wir wohl noch mal üben…

Gegen Mittag wurden dann sämtliche Ausrüstungsgegenstände abgebaut und weggeräumt und das Loch noch vorbildlich markiert.

Noch einmal einen herzlichen Dank an alle für diesen gelungenen Event und natürlich vor allem an die eifrigen Helferinnen und Helfern, die das Eistauchen erst möglich gemacht haben.