Herbstfahrt 2008

Das Wrack der Charlotte II im Sundhäuser See

Das Wrack der Charlotte II im Sundhäuser See

Am Freitag war der allgemeine Ankunftstag. Am Nachmittag trudelten alle nach und nach ein und bezogen gleich ihre Zimmer. Einige hatten noch vor an diesem Tag tauchen zu gehen und so wartete Ingo sehnsüchtig auf Andreas Dorn, der seine Ausrüstung dabei hatte.

Nachdem Andy eingetroffen war setzten sich Ingo, er und ich gleich wieder in Bewegung und fuhren zum Sundhäuser See.

Dort trafen wir auf Kerstin und Thomas, die ihren Tauchgang bereits hinter sich hatten und zurück zur Pension fuhren, um dort für den Abend alles weitere vorzubereiten.

Wir drei machten uns fertig und verabredeten das Wrack der Charlotte II anzupeilen. Ingo, der den Tauchgang führen sollte, versprach uns einen „entspannten Tauchgang um dann morgen noch einen Tauchgang mit der Flasche machen zu können“. Damit einverstanden tauchen wir ab.

Um das ganze abzukürzen: Die Charlotte II fanden wir nicht. Stattdessen führte uns Ingo in den „Bärenarsch“ (Zitat Andy). Im Stockdunklen (aber natürlich mit entsprechenden Lampen) ging es auf 25 Metern weiter, bis wir irgendwann dann endlich auf eine Boje trafen – nur leider war die mitten im See und nicht annähernd am Wrack…

Der erfahrene Taucher wird es sich an der Stelle schon gedacht haben: Aus dem Tauchen mit derselben Flasche am nächsten Tag wurde es natürlich auch nichts – der Tauchgang war einfach zu „entspannend“ dafür gewesen… Immerhin machte sich nicht nur bei Andy und mir die Erkenntnis breit, dass unser Abteilungsvorsitzender scheinbar noch ein wenig Übung in Sachen Navigation brauchen könnte. (Vielleicht sollten wir ihm zum nächsten Geburtstag ja einen Kurs bei Micha schenken?)

Trotz allem war es ein schöner Tauchgang und so fuhren wir zufrieden wieder zurück um uns bei Grillgut und Dekobier dann wirklich zu entspannen.

In der Pension war inzwischen auch Familie Schröder eingetroffen. Nach der Begrüßung und dem Ausladen und Aufhängen der nassen Tauchsachen stießen wir alle auf Tills Geburtstag an.

Nach dem Frühstück (zu nachtschlafender Zeit) trennten sich am Samstagmorgen die Gruppen. Verena und Ralf wollten sich das nahegelegene Erlebnisbergwerk anschauen und der Rest machte sich zur Tauchbasis am Sundhäuser See auf.

Dort angekommen bildeten sich schnell drei Tauchgrüppchen heraus: Kerstin und Thomas gingen zusammen ins Wasser, ebenso Familie Schröder und Sarah. Übrig blieben nur noch die drei harten Trockentaucher – vielleicht hatten sich Ingos Navigationskünste doch schon rumgesprochen?

Wie auch immer – gönnerhaft wie wir waren gaben Andy und ich Ingo erneut die Möglichkeit seine Navigations-Skills unter Beweis zu stellen. Da wir aber dieses Mal auf jeden Fall das Wrack zu Gesicht bekommen wollten, tauchten wir sicherheitshalber an der Boje hinab.

Der Tauchgang verlief wie erwartet und entspannt schauten wir uns die gute Charlotte an.

Zu Ingos „Missgeschick“ vom Vortag muss allerdings noch entschuldigend hinzugefügt werden, dass er nicht der einzige war, der das Wrack beim ersten Mal verfehlt hat.

Als wir aus dem Wasser kamen stellten wir fest, dass inzwischen auch Hans und Helga am See eingetroffen waren. Wie es sich gehört machten sich die beiden natürlich sofort fertig um tauchen zu gehen.

Mit mehreren Tauchgängen verging der Samstag relativ schnell, bis es um 18 Uhr hieß: Essen gehen! Wie im Vorjahr kehrten die eifrigen Taucher in der „Paulaner Scheune“ zum „typisch deftig Bayrischen Gaumenschmaus“ ein. Und wie im letzten Jahr (ich kann mich noch sehr gut daran erinnern) gab es auch dieses Mal wieder ein paar kleine Beanstandungen…

Nach dem Essen trennten wir uns wieder. Während die einen ihre gerade angefutterten Pfunde beim Bowling gleich wieder loswerden wollten, fuhren anderen wieder zurück zur Pension.

Am Sonntag war nach dem Frühstück erst einmal Packen angesagt. Wie im Vorjahr fuhren die meisten danach zum See um noch einmal tauchen zu gehen.

Da die meisten aufgrund des durchwachsenen Wetters nur noch einen Tauchgang machen wollten, beschlossen wir als eine Gruppe zum Wrack der Charlotte III zu tauchen.

Das neuste Schiff im Sundhäuser See ist etwas größer als die anderen beiden und war erst im vergangenen April dort versenkt worden.

Nach einem schönen Tauchgang fuhren dann alle nach Hause – bis auf Hans und Helga, die den Tag noch zum Sightseeing nutzten.

In der Nachbetrachtung des Wochenendes bleiben noch ein paar Sachen festzuhalten:

1.

Eine Tendenz aus dem letzten Jahr zeigte sich erneut: Im Trocki taucht es sich doch angenehmer.

2.

Da einige sich doch ein wenig tauchmüde zeigten (Namen sind dem Autor bekannt), entstand bei der Fahrt von mehreren Personen die Idee eine Statutenänderung vorzunehmen: Ab der nächsten Wahlperiode verpflichtet sich der Vorstand mindestens 50 Tauchgänge im Jahr zu absolvieren. Mal schauen was daraus wird… 😉

3.

Im Namen aller Teilnehmer möchte ich mich abschließend noch einmal bei Kerstin Hornaff für die erneut tolle Organisation der Herbstfahrt bedanken – ich freue mich bereits auf das nächste Jahr.