Gesehen: Sharkwater

Letzte Woche war der DVD-Start des preisgekrönten Films „Sharkwater“ von Regisseur, Kameramann und Hauptdartsteller Rob Stewart. Direkt zum Start habe ich mir die DVD bei Amazon bestellt und natürlich auch gleich geguckt. Man kann sagen was man will, aber der Film wird den zahlreichen Auszeichnungen absolut gerecht.

Ursprünglich wollte Stewart nur den Mythos des „Weißen Haies“, also der menschenjagenden Bestie aus dem gleichnamigen Film, ausräumen, doch am Ende wurde es mehr als nur ein Plädoyer für den Schutz der Haie.

Mit seinem Film zeigt Rob Stewart nicht nur warum Haie geschützt werden müssen, sondern deckt zudem die Machenschaften der Haiflossen-Mafia schonungslos auf. Ein ums andere Mal gerät er dabei in brenzlige Situationen mit der scheinbar übermächtigen organisierten „Haifangindustrie“, die ein Milliardengeschäft mit dem grausamen Abschlachten der Haie macht. Bei lebendigem Leib werden den Tieren die Flossen abgeschnitten (Finning nennt man das). Anschließend werden die Haie wieder zurück ins Meer geworfen. Sie sinken hinab zum Meeresgrund und da sie ohne Bewegung keinen Sauerstoff über die Kiemen aufnehmen können ersticken sie dann langsam und qualvoll.

Neben der Aufdeckung dieses, meiner Meinung nach, riesen Skandals, verdeutlich Stewart, wie von mir bereits angesprochen, auch warum es so bedeutend ist Haie endlich unter Schutz zu stellen. Er beschreibt, wie die Tiere seit gut 400 Millionen Jahren bereits in fast unveränderter Form die Erde bevölkern und sie in dieser Zeit entscheidend geprägt haben. Der Hai ist kein einfacher Räuber, sondern soetwas wie die Meerespolizei, die dafür gesorgt hat, dass sie die Arten unter Wasser anpassen mussten und die schwächsten aussortiert wurden. Auch sorgen Haie dafür, dass die Zahlen der Phytoplankton-Fresser nicht zu stark ansteigen. Jetzt könnte man meinen „Was interessiert mich denn dieses Phytoplanton“, aber wenn man bedenkt, dass genau dieses Phytoplankton die größte Menge an Kohlendioxid bindet und damit dem Treibhauseffekt und der Klimaerwärmung entgegenwirkt, sollte man schon genauer darüber nachdenken. Weniger Haie würden mehr Planktonfresser bedeuten. Und mehr Planktonfresser würden zu weniger Phytoplankton führen. Und weniger Phytoplankton würde weniger Kohlendioxid binden können – und das wiederum würde bedeuten, dass die Erderwärmung noch schneller von statten gehen würde als ohnehin schon. Man sieht also, dass alleine aus Selbstschutz der Mensch dringend was zum Schutz der Haie unternehmen sollte! Und zwar jetzt! Auch wenn einige Arten schon verloren sind oder zu sein scheinen, noch können wir die Wende schaffen!

Genau aus den Gründen – und den wunderbaren Unterwasseraufnahmen – möchte ich allen ans Herz legen den Film sich anzuschauen und sich eine eigene Meinung über Haie zu machen.