Fazit der Bürgerversammlung zur WM

Mehr als 120 Bürgerinnen und Bürger fanden sich am Dienstag (25.4.) Abend in den Stadion Terrassen direkt am Ort der Weltmeisterschaft, dem Olympiastadion Berlin, ein, um sich über die Auswirkungen der Fußball WM auf den Kiez zu informieren.

Sie folgten einer Einladung der SPD-Fraktion in der Bezirksverordnetenversammlung Berlin und der örtlichen SPD Neu Westend.

Zu Beginn des Abends erhielten die Anwesenden Informationen zu den Themenbereichen Verkehr und Sicherheit in Form von kurzen Impulsreferaten aus erster Hand.

Rolf Brodback (Leiter der Verkehrslenkung Berlin in der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung) stellte anschaulich die Planungen des Senats zur Verkehrslenkung dar. Unterstützend berichtete Christian Ehme (stellvertretender Leiter des Ordnungsamtes Charlottenburg-Wilmersdorf) über den Planungstand des Bezirkes.

Das Thema Sicherheit während der WM spielte die zentrale Rolle in den Ausführungen von Dr. Ehrhart Körting (Senator für Inneres). Er skizzierte aber vor allem die Chancen, die Berlin durch die WM hat. Nicht nur ist ein zusätzlicher Imagegewinn zu erwarten, vielmehr kurbeln die vielen im Umfeld der WM erwarteten Besucher die Berliner Wirtschaft an und schaffen somit auch – zumindest zeitweise – zahlreiche Arbeitsplätze.Marc Schulte, Fraktionsvorsitzender der SPD-Fraktion in der BVV Charlottenburg-Wilmersdorf und SPD-Abgeordnetenhauskandidat in Westend zu den Abgeordnetenhausahlen am 17. September 2006, war als Moderator besonders in der sich an die Ausführungen anschließenden Diskussion gefragt.

In der lebendigen Fragerunde spielten die geplante Verkehrslenkung und die Anwohnerschutzzone rund um das Olympiastadion eine zentrale Rolle. Besonders die Grenzen und Planungen zur Schutzzone wurden äußerst kontrovers diskutiert.

Sentator Körting konnte wichtige Anregungen der Betroffenen mitnehmen und versprach, diese zu prüfen und wo sinnvoll und möglich noch Änderungen in den Planungen anzuregen.

Nach mehr als zwei Stunden Information und engagierter Diskussion konnten nicht alle Bedenken der Anwohnerinnen und Anwohner aus dem Weg geräumt werden. Was Westend ?erwartet?, hatte man auf jeden Fall aus erster Hand erfahren und vielleicht fließt die eine oder andere wichtige Anregung der betroffenen Bürgerinnen und Bürger doch noch in die Planungen zur WM ein.

Bei allen zu erwartenden Einschränkungen sollten wir uns dennoch auf eine bunte und spannende Fußball-WM in Berlin freuen, in der die vielen Besucherinnen und Besucher der Stadt zu Gast bei Freunden sind.