Droht der Internet-Kollaps?

Heute las ich im Internet eine Nachricht mit der Überschrift: „Reparaturfall Internet: Droht dem Web der Kollaps?“
In dem Artikel ging es um eine Studie der US-amerikanischen Marktforschungsfirma Nemertes Research, der zufolge schon im Jahr 2010 die weltweite Datenautobahn zusammenbrechen würde. Wenn nicht über 100 Milliarden Dollar in die globale Infrastruktur investiert werden würden, dann würden Medienseiten wie YouTube, Amazon oder Ebay gar nicht mehr funktionieren und die Geschwindigkeit für den einzelnen User drastisch abnehmen. Der von der „Internet Innovation Alliance“ (IIA) mitfinanzierte Bericht malt schwarze Bilder und fordert zum schnellen Handeln auf.

Aber fast schon interessanter als die Nachricht an sich ist, wer sich hinter dieser ominösen IIA verbirgt: Die Konzernriesen der Telekommunikationsbranche! Konzerne wie Alcatel-Lucent, AT&T oder auch Nortel. Also genau die Konzerne, die von etwaigen Investitionen in der Internet am meisten profitieren würden! Zufall?

Wohl kaum! Denn bereits vor einigen Jahren versuchte man mit dem Vorschlag „Eintrittsgebühren“ beispielsweise für die Internetseiten von Ebay, Google oder Amazon Geld in die Kassen der Mitglieder zu bringen.
Zudem verfolgt man ebenfalls seit einigen Jahren die Strategie eines Internets mit zwei Geschwindigkeiten. Wer wie gewohnt schnell surfen will um z.B. Filme oder Musik onDemand zu sehen, hören oder herunterzuladen, solle, nach Meinung der IIA, in Zukunft doch dafür auch mehr bezahlen. Wer das Netz wie bisher auch weiterhin kostenlos nutzen möchte, der hat halt Pech und müsse mit längeren Wartezeiten beim Seitenaufbau oder Download leben. Interessante Denkweise…