Der nächste geht…

Man man… Das geht ja jetzt ab da in Bayern. Nachdem ich gestern ja noch den Rücktritt von Beckstein gefordert habe, hat er heute dann auch darauf reagiert (naja, träumen darf man ja wohl noch ūüėÄ ) : ER IST WEG!!!
Nach Erwin Huber gestern musste dann auch Beckstein heute sein Amt räumen. Vermutlich wurde er in der Krisensitzung der CSU-Landtagsfraktion dazu gedrängt.
Genug Leute die daran ein Interesse haben, gibt es ja:

Zum Beispiel Edmund Stoiber: Er nahm an der Sitzung teil, obwohl er kein Abgeordneter mehr ist. Genug Gründe gegen Huber und Beckstein hatte er ja. Immerhin waren sie es, die ihn im letzten Jahr aus dem Amt gedrängt hatten. Tja, so spielt das Schicksal: Erst Stoiber aus dem Amt drängen um nun selber nach nur einem Jahr dasselbe Schicksal zu erleiden. Tragisch, tragisch…

Oder nehmen wir Horst Seehofer: Vor einem Jahr scheiterte er mit seiner Bewerbung um den CSU-Parteivorsitz. Ministerpräsident konnte er ohnehin nicht werden, Beckstein war einfach ein zu starker Gegner mit mehr Rückhalt in der Landtagsfraktion. Nun musste erst Huber zurücktreten und Seehofer stieg wie Phönix aus der Asche zum designierten Parteivorsitzenden auf. Aber wer möchte die Macht schon teilen? Für Seehofer ist es die Gelegenheit nicht nur CSU-Vorsitzender, sondern gleich auch noch Ministerpräsident zu werden. Es spricht sogar einiges dafür: Er ist charismatisch, bekannt und er wird CSU-Chef. Er wird versuchen beide Funktionen wieder zusammenzuführen. Die Trennung von Vorsitz und Ministerpräsidenten-Amt war ja mit Huber und Beckstein mehr als misslungen…

Und da haben wir natürlich noch die ganzen Leute, die meinen, dass sie auch das Zeug zum Ministerpräsidenten hätten (man beachte den Konjunktiv!): Da wäre zuerst einmal der von mir gestern bereits angesprochene „Kunstsminister“ Thomas Goppel. Er hatte sich ja gestern bereits selber ins Spiel gebracht. Neben ihm meldeten sich auf der heutigen Krisensitzung wohl auch noch der bayrische Innenminister Joachim Herrmann und Fraktionschef Georg Schmid zu Wort.

Es bleibt abzuwarten, wie es weitergeht. Es bleibt aber spannend. Bleiben wir also dran…