Clement geht auf Partei zu – entschuldigt sich aber nicht wirklich

In einer nett inszenierten Presseerklärung ist Wolfgang Clement gestern einen Schritt auf die Partei und seine Kritiker im Parteiausschlussverfahren zugegangen. Er hat sich dafür entschuldigt, dass seine Worte die Parteifreunde getroffen und ihnen im Hessen-Wahlkampf geschadet habe. Für den Inhalt entschuldigte er sich allerdings nicht. Es ist sicherlich ein Schritt auf die verärgerte Partei zu, aber ein großer ist es sicher nicht.

So verwundert doch ein wenig die Euphorie, die manch ein Genosse z.B. aus dem Seeheimer-Kreis oder so mancher Juso (hört, hört!!) bei Clements Beitrag an den Tag gelegt hat. Wie auch immer, ein hat einen Schritt getan. Das muss man anerkennen. Was die Bundesschiedkommission daraus macht ist eine ganz andere Sache. Mal schauen. Ich bin mir nicht so ganz sicher, ob diese zweifellos dummen und vielleicht doch parteischädigenden Äußerungen für einen Ausschluss reichen. Wir werden es erleben.

5 thoughts on “Clement geht auf Partei zu – entschuldigt sich aber nicht wirklich

  1. KeinName
    14.08.2008 at 19:13

    Ich finde es eine Unverschämtheit, wenn sich jemand wie Herr Clement hinstellen kann und sowas in die Welt setzen darf. Und dann wird der nochnichtienmal dafür bestraft???!!!!!
    das darf doch wohl nicht wahr sein. ist die spd denn schon soweit, dass sie sich das alles gefallen lassen muss?? Wie weit ist sie da nur gesunken=?

  2. 14.08.2008 at 19:58

    Hallo,

    tja, über Clement und seine Äußerungen scheiden sich die Geister – und das wird wohl auch so bleiben. Ich bin da ja, wie ich in meinem Beitrag geschrieben habe, ein wenig unsicher, wie das ganze zu bewerten und dann auch zu „bestrafen“ ist.

    Noch ist das letzte Wort in der ganzen Angelegenheit ja nicht gesprochen. Die Bundesschiedskommission der SPD muss ja erst noch dazu tagen und dann eine Entscheidung fällen. Aber klar, nach der „Entschuldigung“ von Clement ist davon auszugehen, dass die Schiedskommission Clement nur rügen wird.

    –> auf der anderen Seite: Das dachte man von der Landesschiedskommission NRW ja eigentlich auch…

    Mal abwarten. Aber ich kann mir vorstellen, dass der Urteil aus NRW Wolfgang Clement doch ein wenig erschreckt hat.

  3. Robert
    15.08.2008 at 21:21

    Ich bin ja kein Mitglied der SPD, deswegen kann ich recht entspannt mit der ganzen Situation umgehen. Allerdings weiß ich nicht, ob sich Clement wirklich parteischädigend verhalten hat. Ich kann das nicht so aus seinen Worten erkennen. Er hat doch lediglich gesagt, dass die Energiepolitik von Frau Ypsilanti (wird die so geschrieben) nicht richtig ist.

    Auch wenn man vielleicht nicht Clements Meinung ist was Kernenergie und ähnliches betrifft, so muss man ihm doch seine Meinung lassen, finde ich. Er hat dann auch das Recht sie frei zu äußern. Auch wenn man zugeben muss, dass es ja nicht unbedingt im Wahlkampf sein muss.

  4. 16.08.2008 at 18:16

    Naja, Clement hat bei Hart aber Fair auf die Frage von Frank Plasberg ja schon sehr deutlich gesagt, dass er Ypsilanti (und damit die Hessische SPD) nicht wählen würde.
    Und das kann man eigentlich schon als schädigend auffassen.