Althaus geht weiter auf Mitleidstour

Dieter Althaus scheint sich ja echt für nichts zu schade zu sein. Hier im Artikel bin ich ja ausführlich auf seine geschmacklose Art Wahlkampf zu machen eingegangen. Seitdem sind wieder ein paar Tage vergangen, doch nichts hat sich geändert. Althaus und sein Team ignorieren jegliche Kritik von Bürgen, Medien und politischen Gegnern.

Stattdessen zieht er weiter durch die Lande. Statt politische Sachthemen anzusprechen geht er mit seinem Schicksal hausieren. Ich finde es ja gelinde gesagt erschreckend, wie jemand mit dem von ihm verschuldeten Tod einer Frau, einer Mutter, umgehen kann. Auf seiner Tour erzählt er gerne von der durch den Unfall wiederentdeckten Liebe zu seiner Frau, von seiner menschlichen Reifung oder von der Sensibilität, die er durch das Schicksal erhalten habe.

Ob dieses Verhaltens ist man eigentlich schon fast sprachlos. Sprachlos vor Verwunderung, vor Entsetzen, ja, gar vor Abscheu. Althaus schlachtet diese Thema auf billige Weise für sich aus – während er anderen gleichzeitig „anrät“ nicht darüber zu reden.

Interessant finde ich, dass sich erst jetzt die Medien beginnen damit auseinanderzusetzen. Lange Zeit gab es kaum Misstöne. Doch inzwischen mehren sich die kritischen Artikel. Zwei aus den letzten Tagen stammen von der Süddeutschen Zeitung (www.sueddeutsche.de).
Ich hätte mir gewünscht, dass das Thema noch früher und offensiver von den Medien aufgenommen wäre.

Herr Althaus und der Unfall
Althaus auf Mitleidstour