Oettinger und sein Englisch

26. Januar 2010

Fremdsprachen sind ja nun mal nicht jedermanns Sache. Muss ja auch nicht. Aber so ein wenig sollte man sich schon – zumindest in einer weiteren Sprache – verständigen können. Englisch bietet sich dabei aufgrund der Verbreitung ja geradezu an, ist nicht allzuschwer zu lernen und mit ein bisschen Grammatik, ein paar Vokabeln und einer einigermaßen vernünftigen Aussprache kriegt man ein Gespräch locker über die Bühne.

Das gilt natürlich auch für unser europäischen Spitzenpersonal. Allerdings kann man von denen auch schon mal ein paar tiefgreifendere Kenntnisse verlangen…
Vor allem unsere deutschen Vertreter tun sich hierbei gerne mal hervor. Leider häufig nur negativ…
Allen voran der neue EU-Kommissar Günther Oettinger. Aber seht lieber selbst:

Quo vadis SPD-Netzpolitik? Teil 1: Strukturen

22. Januar 2010

Vor kurzem wurde der “Gesprächskreis Netzpolitik” unter der Leitung von Björn Böhning gegründet. Er ist dabei Teil der sogenannten “Medienkommission” der SPD. Vom Prinzip her kann ich es nur unterstützen, dass sich dem Thema endlich gewidmet wird. Auf der anderen Seite bin ich doch enttäuscht.

Der vom Parteivorstand eingesetzte Gesprächskreis ist nicht das was ich erwartet hatte. Ich hatte auf ein offenes Forum gehofft, dass vielleicht sogar Rede und Antragsrechte hätte besitzen können. Wenn ich mich recht erinnere, dann war dies sogar in einem Antrag an den Bundesparteitag in Dresden Ende 2009 so gefordert worden. Die Umsetzung des Antrages sieht nun ganz anders aus…

Was bisher dabei herausgekommen ist, kann man als nichts anderes bezeichnen als ein Online-Beirat 2.0 (oder sagen wir lieber 1.1) – ohne Rede- und Antragsrecht. Etwas böswillig könnte man jetzt sagen, dass man zwar die Rufe nach einem „Forum Netzpolitik“ damit befriedigen, den Einfluss aber gleichzeitig so gering wie möglich halten will. Ein Raum also, in dem man lustig miteinander diskutieren kann, ohne dabei jemanden ernsthaft zu schaden… ;-)
Man kann nur hoffen, dass die innerparteiliche Bedeutungslosigkeit des Online-Beirates, der bis zu seiner selbstgewählten Quasi-Auflösung beim Thema „Netzsperren“ im Grunde genommen nie wirklich in Erscheinung getreten ist, nicht auch auf den Gesprächskreis übergeht. Den ganzen Beitrag lesen »

Kommentar zum Parteiordnungsverfahren gegen Thilo Sarrazin

13. Januar 2010

Mich erreichte heute eine Pressemitteilung des SprecherInnen-Rates der Berliner Linken (BL) in der SPD. Mit Verwunderung nahm ich den Inhalt zur Kenntnis: In ihr geht es nämlich um das Parteiordnungsverfahren gegen Thilo Sarrazin.

Wir erinnern uns: Der Kreisvorstand Spandau und eine Pankower Abteilung hatten aufgrund von Thilo Sarrazins Interview in einer Ausgabe des „Lettre International“, Anträge auf ein Parteiordnungsverfahren gestellt. Dieses Verfahren (dem meine Abteilung, in der auch Thilo Sarrazin ist, im Übrigen nicht beitrat), endete mit der Ablehnung der Anträge der Antragsteller.
Die Schiedskommission der SPD Charlottenburg-Wilmersdorf stellte fest, dass Sarrazin weder gegen die Statuten noch die Grundsätze oder die Ordnung der Partei verstoßen hat. Des Weiteren kam die Schiedskommission zu dem Schluss, dass die Antragsteller ihre Auffassung, dass die Äußerungen Thilo Sarrazins sozialdemokratische Grundsätze und die Menschenwürde verletzen würden nicht ausreichend begründen konnten.
Mehr will ich dazu nicht schreiben, da ich selber an der mündlichen Verhandlung teilgenommen habe.

Da auch solch ein Parteiordnungsverfahren die Einlegung von Rechtsmitteln zulässt, haben die beiden Antragsteller Berufung eingelegt. Die Angelegenheit wird also demnächst vor der Landesschiedskommission der Berliner SPD verhandelt werden.

Um nun in diesem Verfahren ihre Auffassung untermauern zu können, hat der Politikwissenschaftler Gideon Botsch vom Moses Mendelssohn Zentrum in Potsdam im Auftrag der Antragssteller ein Gutachten über die Aussagen von Sarrazin angefertigt.
In ihm kommt Botsch zu dem Urteil, dass einige Passagen des Interviews „herabwürdigend“ oder gar „rassistisch“ seien.

Ich möchte mich in diesem Artikel gar nicht über das Interview von Thilo auslassen. Klar ist, dass ich es in sehr vielen Punkten nicht teile und die provozierende Art von ihm auch nicht gutheiße.

Ich möchte mich auch nicht über das Berufungsverfahren an sich äußern. Denn das ist das gute Recht eines Unterlegenen in einem Parteiordnungsverfahren.

Was ich allerdings nicht gut finde – und weswegen ich diesen Artikel auch geschrieben habe – ist die Tatsache, dass sich die BL zu dieser Sache nun mit einer Pressemitteilung an die Öffentlichkeit gewandt hat. Den ganzen Beitrag lesen »

Doch kein Jahresrück- und ausblick

30. Dezember 2009

Eigentlich hatte ich ja vor wie im letzten Jahr einen “kurzen” Jahresrückblick auf 2009 verbunden mit einem Ausblick auf das kommende Jahr zu schreiben…
Viel passiert ist dieses Jahr ja auch immerhin: Eistauchen im Januar, ProReli/ProEthik-Kampagne, Zwischenprüfung, Tauchurlaub in Thailand, Europawahl, Bundestagswahl oder weitere Tauchkurse um nur einige Sachen zu nennen.

Auch für 2010 wird nicht minder langweilig werden: DiveCon-Ausbildung, Abschlussprüfung für die Ausbildung, innerparteiliche Wahlen und noch viele andere Dinge mehr…
Es liegt viel vor mir im kommenden Jahr.

Ich hatte auch schon angefangen, aber verschiedene Projekte lassen mir im Moment einfach keinen Platz zum weiterschreiben. Deswegen wird es dieses Mal keinen Jahresrück- und ausblick von mir geben.

Ich wünsche euch allen trotzdem einen guten Rutsch in ein möglichst gutes, gesundes und erfolgreiches Jahr 2010.

Anzeige: Dahinsiechendes Berufsbildungssystem sucht dringend Reform

14. Dezember 2009

Unter anderem die Proteste der Studierenden haben gerade bewirkt, dass das Bachelor-System endlich reformiert werden wird. Dieser Schritt war mehr als überfällig – schon mit der Einführung zeigten sich die gravierenden Mängel des neuen Systems. Warum die Reform allerdings so lange hat auf sich warten lassen, wird wohl ungeklärt bleiben. Ein Glanzstück deutscher Hochschulpolitik ist es aber sicherlich nicht.

Auch wenn man die Ergebnisse und die Auswirkungen davon erst einmal abwarten muss, so ist es auf jeden Fall ein Schritt in die richtige Richtung.
Solch ein Schritt fehlt auch in anderen Bereichen der Bildungspolitik. Zum Beispiel im Berufsausbildungssystem.

Als Auszubildender im dualen Ausbildungssystem habe ich ja nun mal tiefe Einblicke in dieses dahinsiechende System. Und nein, bevor mir jetzt unterstellt wird, ich wäre gegen das Duale System und würde es abschaffen wollen: Weit gefehlt. Ich bin überzeugt, dass es das richtige System für die Ausbildung ist. Die Qualität und Akzeptanz – international verglichen (!) – spricht dafür und auch das Prinzip macht Sinn, gerade bei Ausbildungsbetrieben, die ihren Azubis nicht so viel bieten oder bieten können. Allerdings gilt das nur, wenn es auch angemessen umgesetzt und die Berufsschule endlich reformiert werden würde. Aber gerade diese überfällige Maßnahme wird nicht angegangen.

Wenn ich mir meinen Ausbildungsberuf (Informatikkaufmann) so anschaue, dann kann ich mit Fug und Recht behaupten, dass man gut die Hälfte der Berufsschule weglassen könnte, ohne dass die Qualität groß darunter leiden würde. Erschreckend, oder? Erschreckend ist vor allem aber, dass sich das ohne weiteres auf andere Ausbildungsberufe übertragen lässt. Den ganzen Beitrag lesen »

SSI Dive Control Specialist (DiveCon)

23. November 2009

diveconMehr oder weniger kurzentschlossen habe ich mich vor ein paar Wochen dazu entschieden, die Tauchkarriere jetzt doch noch weiter fortzusetzen und in die Professional-Schiene zu gehen.

Dadurch, dass ich schon die Internetseite für Tauch-Tip Spandau gemacht habe war es natürlich folgerichtig, dass ich den nächsten Kurs dann auch dort machen werde: Den Dive Control Specialist, kurz DiveCon.

Der DiveCon verbindet bei SSI die Aufgaben eines Divemasters und eines Assistant Instructors und ist damit ein vergleichsweise anspruchsvoller aber vielseitiger Kurs. Die Aufgaben eines Divemasters umfassen unter anderem das Organisieren und Führen von Tauchgängen, die des Assistant Instructor das Assestieren bei Tauchkursen (wie der Name halt schon sagt).

Fertig werde ich mit dem Kurs erst im nächsten Jahr sein, aber ich freue mich schon drauf die Tauchkurse begleiten und Teile davon selber abhalten zu dürfen.